Festlichkeiten

Wissenswertes über Festlichkeiten

Klar, Geburtstage hat jeder gerne, aber haben Sie gewusst, dass diese Feierlichkeit kulturhistorisch betrachtet auf die frühe Hochkultur des Alten Ägypten sowie die Kultur der Antike (Griechen und Römer) zurück geht? Geschenke gab es um Schutzgeister gnädig zu stimmen und um den Pharao zu Ehren. Ursprünglich war es sogar üblich, dass Gemeinschaften von am selben Tag geborenen Menschen, monatlich gemeinsam feierten. Das sollte die Wirkung der Schutzgötter noch weiter erhöhen. Erst mit dem Christentum kamen Geburtstagsgaben, Geburtstagskerzen und Geburtstagskuchen auf.

Nicht anders verhält es sich mit der Hochzeit: Dieser alte Brauch leitet sich von den Wörtern „Hohe Zeit“ (Festzeit) ab. Die Vorsilbe „Hoch“ bzw. ihre Wurzel „hu“ bedeuten soviel wie schwellen, wachsen und schwanger sein. Früher wurde der Begriff sogar für jede hohe Feier verwendet. Die romantische Hochzeit mit Brautkleid, Kutsche und Blumen überall, gibt es erst ab dem 18. Jahrhundert. Davor war die Hochzeit eher ein Zweckbündnis um in widrigen wirtschaftlichen Zuständen über die Runden zu kommen.

Im Mittelalter waren in Westeuropa längst nicht alle Menschen in der Lage zu heiraten. Von dem jeweiligen Grund- oder Gutsbesitzer sowie von entsprechenden Stellen in der Stadt (Magistrat, Gilde, Zunft) wurde nur demjenigen die Ehe und Familiengründung gestattet, der auch eine Familie unterhalten konnte. Dadurch war mehr als die Hälfte der Bevölkerung von der Heirat ausgeschlossen. Wegen der damaligen vorherrschenden religiösen und ethischen Grundsätze bedeutete dies auch einen faktischen Ausschluss von der Möglichkeit, Kinder zu zeugen und eine Familie zu gründen.

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